Heizung, Hausstaub, Allergie & Asthma - Frau sitzt vor der Heizung mit Getränk in der Hand

Heizung, Hausstaub, Allergie & Asthma

09.01.2020


Frau Holle schüttelt im Winter die Bettdecken am offenen Fenster aus – und zwar aus guten Gründen! Denn das Lüften von Decken und Kissen ist ein Mittel, um dem Staub in der Wohnung entgegenzutreten. Wenn es kälter wird, warten Menschen, die auf Hausstaub allergisch reagieren, oft noch ein paar Tage, bis sie die Heizung anstellen. Denn mit der beginnenden Heizsaison verstärken sich die Stauballergie-Symptome, wie Niesreiz oder häufiges Husten.

Warum ist das so? Eigentlich fühlen sich die Verursacher der allergischen Reaktion, die Hausstaubmilben, bei warmer und feuchter Luft wohl. Sie leben an vielen Orten in der Wohnung, unter anderem in Bettdecken und Matratzen. Wenn durch den Heizungsbetrieb die Luft trockener wird, sterben viele der kleinen Plagegeister. Der eigentliche Auslöser für eine Hausstauballergie ist der Kot der Milben, der sich auf dem Boden und den Möbeln, unter der Heizung und dem Bett, angesammelt hat. Diese Hinterlassenschaften werden durch das Heizen aufgewirbelt, sodass es zu vermehrtem Kontakt mit den Allergenen kommt.

Hausstauballergie und Heizungsluft – was man tun kann

Oft wird geraten, das ganze Haus oder die Wohnung möglichst staubfrei zu halten. Das kann sehr aufwändig sein. Um sich hier nicht zu überfordern, gilt es, Prioritäten zu setzen. Der wichtigste Raum hierfür ist das Schlafzimmer – weil wir uns in der Wohnung am längsten im Schlafzimmer aufhalten und weil insbesondere Bettdecke, Kissen und Matratze Rückzugsorte der Hausstaubmilbe sind. Hier wird es nicht so kalt, wenn gelüftet wird, und es ist vergleichsweise feucht. Außerdem ernähren sich die Milben u. a. von abgestorbenen Hautschuppen, welche hier oft vorkommen.

Wichtiger Hinweis:

In diesem Artikel können wir nur allgemeine Hinweise geben. Wenn Sie eine Hausstaubmilbenallergie haben oder dies vermuten, sollten Sie unbedingt ärztlichen Rat einholen.

Weniger Staub im Schlafzimmer – Checkliste

  • Bettdecke und Kissen

    Decken und Kissen sollten bei 60 °C waschbar sein. Wenn das alle vier Wochen geschieht, kann der Fortpflanzungszyklus der Milben (etwa 30 Tage) unterbrochen werden. Bettdecke und Kissen am besten täglich lüften. So können Sie die Milben bekämpfen!

  • Bettwäsche

    Auch die Bettwäsche für Allergiker sollte häufig gewaschen werden, im Idealfall sogar jede Woche. Sowohl für Matratzen, als auch für Bettdecke und Kissen, gibt es spezielle milbendichte Bezüge (»Encasing«). Damit gelangen keine Milben in die Bettwäsche.

  • Die Heizung

    Da die Staubpartikel durch die Heizungsluft aufgewirbelt werden, sollten die Heizkörper möglichst staubfrei sein – am besten vor Beginn der Heizsaison noch einmal intensiv reinigen!

  • Schlafzimmer kühl halten

    Im Schlafraum immer gut lüften und eher kühl halten – das hilft übrigens auch für einen gesunden Schlaf. Unterm Bett und um das Bett herum sollte so wenig Staub wie möglich liegen.

  • Das Bett

    Damit die Feuchtigkeit aus der Matratze entweichen kann, sollte ein offenes Bettgestell ohne einen Bettkasten benutzt werden.

  • Die Matratze bei Hausstauballergie

    Matratzen sollten regelmäßig – spätestens alle acht Jahre – ausgewechselt werden. Wenn die Matratze beim regelmäßigen Wäschewechsel einmal umgedreht wird, entlüftet sie besser. Um die Zahl der Milben im Bett gering zu halten gibt es auch waschbare Matratzen für Allergiker.

  • Optimale Luftfeuchtigkeit

    Die europäische Hausstaubmilbe bevorzugt Temperaturen um 25 °C und eine Luftfeuchtigkeit von 75 %. Versuchen Sie, die Luftfeuchtigkeit bei 45 bis 55 % zu halten.

Luftbefeuchter und Hygrometer sind gut geeignet, um die Luftfeuchtigkeit in Räumen zu kontrollieren und zu regulieren. Allerdings können Luftbefeuchter in schlecht gelüfteten Räumen die Ausbreitung von Schimmelpilzen begünstigen. Daher einen Luftbefeuchter am besten nur in Verbindung mit einem Hygrometer einsetzen. Heizungsluft hat, neben der Verstärkung der Symptome bei Hausstauballergien, einen weiteren Effekt: In der Heizungssaison führt trockene Heizungsluft zu einer Austrocknung der Nasenschleimhäute. Dann können Erkältungsviren nicht mehr so gut aus der Nase hinausbefördert werden und es kann zu einer Erkältung kommen – die gar nicht so viel mit der Kälte an sich zu tun hat, sondern mehr mit der trockenen Luft.

Allergisches Asthma durch Heizung und Hausstaub

Eine Hausstauballergie kann zu Asthma führen – tatsächlich gilt sie als häufigste Ursache für Asthma bzw. asthmatische Erkrankungen. Ungefähr ein Viertel der Menschen, die an einer Hausstaubmilbenallergie leiden, sind auch asthmakrank. Eine Hausstauballergie sollte also nicht unterschätzt werden – wenn Sie Symptome bemerken, die darauf hindeuten, dass Sie an einer derartigen Allergie leiden, sollten Sie deshalb unbedingt ärztlichen Rat einholen. Das gilt natürlich auch für Kinder: Sie haben bei einer Hausstauballergie ein fünf Mal höheres Risiko, an Asthma zu erkranken.


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